– Seminar: Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich? –

Das Seminar „Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich?“ von S+P Seminare ist ein hochwertiges und professionelles Angebot für Banken, Finanzunternehmen und Wertpapierinstitute, die sich auf die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk vorbereiten möchten. In dem Seminar werden die Änderungen der MaRisk 7.0 detailliert erläutert und es wird aufgezeigt, wie sich die Banken, Finanzunternehmen und Wertpapierinstitute darauf einstellen können.

Die neuen MaRisk 7.0

Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich?

  • Vorstände und Geschäftsführer bei Finanzunternehmen
  • Führungskräfte und Spezialisten aus den Bereichen Treasury und Risikocontrolling

    Online

    805 €

    Zzgl. gesetzl. MwSt.

      • EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe: Überführung in die MaRisk

      • Nachhaltigkeitsrisiken: MaRisk konkretisieren Regelungen zu ESG

      • Das neue Modul BTO 3: Mindestanforderungen an das Immobiliengeschäft

    Buche Dein Seminar
    Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich?

    Programm zum Seminar: Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich?

    09.15 bis 17.00          

    EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe (EBA/GL/2020/06): Überführung in die MaRisk

    • Interne Governance für die Kreditvergabe und Überwachung
      • Kreditrisikoappetit, Kreditrisikostrategie und Kreditrisikolimits
      • Risikokultur: Verfahren einrichten, ob die Mitarbeiter die Risikokultur einhalten
      • Bepreisung und Messung der Rentabilität mit risikoadjustierten Leistungsindikatoren

    • Differenzierte Prozesse für die Kreditvergabe, insbesondere für
      • Kreditvergabe an Verbraucher
      • Kredite an kleine, mittlere und große Unternehmen
      • Finanzierung von Gewerbeimmobilien.

    • Begriffe „Markt“ und „Marktfolge“
      • Funktionstrennung im Immobiliengeschäft bis einschließlich der Ebene der Geschäftsleitung
      • BTO 1.1 Vermeidung von Interessenkonflikten
      • Objektivität und Unvoreingenommenheit bei Kreditentscheidungen

    Nachhaltigkeitsrisiken: MaRisk konkretisieren Regelungen zu ESG

    • ESG-Risiken: Risikotreiber und Auswirkung auf wesentliche Risikoarten
      • Erstellen von verschiedenen plausiblen Szenarien
      • Soweit sinnvoll soll auch eine quantitative Bewertung erfolgen
      • Risikoindikatoren und Risikoappetit sollen ESG-Risiken explizit berücksichtigen

    • Good Practice Ansätze der BaFin zu ESG
      • Prüfungsrelevante Anforderungen an die Organisationsrichtlinien
      • BTO 1.2 Ökologisch nachhaltige Kreditvergabe

    Das neue Modul BTO 3: Immobiliengeschäft

    • Prinzipien basierte Regelungen für die Aufbauorganisation und die Prozesse
      • bei Direktinvestitionen in Immobilien
      • bei Immobilienerwerb oder -errichtung
      • zur Weiterveräußerung (z. B. Bauträgergeschäft)

    • Bewertung von Immobilien und beweglichen Vermögenswerten
      • Spezifizierung der verwendeten Wertermittlungsmethoden
      • Darstellung der Voten und materielle Plausibilitätsprüfung
    • Anforderungen an die Prozesse im Immobiliengeschäft
      • BTO 3.2.1 Immobilienerwerb oder -errichtung
      • BTO 3.2.2 Weiterbearbeitung und Überwachung
      • BTO 3.2.3 Bearbeitungskontrollen

    Weitere Neuerungen mit den MaRisk 7.0

    • Geschäftsmodellanalyse und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells
    • Handel im Home-Office und weitere Regelungen für Remote Work
    • Erweiterte Anforderungen an das Risikomanagement mit dem neuen Modul AT 4.3.5 (Verwendung von Modellen)
    • Welche Änderungen sind mit den MaRisk 8.0 geplant?
      • Geplante Neuausrichtung der Aufsicht hinsichtlich Spezialfonds
      • ≥ 5 % der Bilanzsumme / 50 Mio. €: Neue bankaufsichtlicher Anforderungen, sofern Spezialfonds wesentliche Anteile an Bilanz aufweisen
      • Investment im Spezialfonds fordert eine MaRisk-konforme Kreditentscheidung mit Risikoanalyse, Votierung und Limitierung

    Die neuen MaRisk 7.0 – was ändert sich?

    Was sind die wesentlichen Anforderungen der MaRisk 6.0 an das Risikomanagement?

    Haupttreiber der letzten Überarbeitung waren Änderungen der internationalen Regelsetzung. Mit der aktuellen MaRisk-Novelle wurden die Leitlinien der EBA zu notleidenden und gestundeten Risikopositionen (Guidelines on management of non-performing and forborne exposures – NPE Guidelines) sowie zu Auslagerungen (Guidelines on outsourcing arrangements – Outsourcing Guidelines) sowie zum ICT Risk (Guidelines on ICT and Security Risk Management – ICT Guidelines) umgesetzt. 

    Die NPE Guidelines unterscheiden zwischen notleidenden Krediten (non-performing loans, NPLs) und notleidenden Risikopositionen (non-performing exposures, NPEs). Diese Unterscheidung wird in die MaRisk übernommen:

    • Während der eine Begriff auf die Kategorisierung der Institute zielt, definiert der andere den Anwendungsbereich der erhöhten Anforderungen.
    • Für die Einstufung eines Institutes als Institut mit hohem NPL-Bestand ist ausschlaggebend, ob das Institut die Quote notleidender Kredite (brutto) von 5 % oder mehr überschreitet.
    • Bei Überschreitung dieser Quote erstreckt sich der Anwendungsbereich der erhöhten Anforderungen auf das Management von notleidenden Risikopositionen (NPEs).

    Neu sind auch die umfassenden Anforderungen zu Forbearance. Dabei umfasst Forbearance jede Art von Zugeständnissen, die Kreditnehmern aufgrund sich abzeichnender oder bereits eingetretener finanzieller Schwierigkeiten gemacht werden. Kreditinstitute sollen solide Forbearance-Prozesse einrichten sowie eine Forbearance-Richtlinie entwickeln.
    Darüber hinaus werden Anforderungen zur Erfassung notleidender Risikopositionen (z. B. in robusten IT-Systemen), Wertminderungen und Abschreibungen (z. B. rechtzeitige Erfassung von Wertminderungen) zur Bewertung von Sicherheiten (z. B. Anforderungen an Wertgutachter) sowie zu Rettungserwerben präzisiert und ergänzt.

    Ebenso detaillierte Anforderungen wurden aus den Outsourcing Guidelines in Abschnitt AT 9 umgesetzt. Die Änderungen betreffen den gesamten Auslagerungszyklus. So wurden Anforderungen zur Risikoanalyse und zur Bestimmung der Wesentlichkeit, zur Ausgestaltung des Auslagerungsvertrages sowie zur Steuerung und Überwachung der Risiken von Auslagerungsvereinbarungen erweitert und präzisiert. Bei wesentlichen Auslagerungen im Auslagerungsvertrag sollen neben Informations- und Prüfungsrechten auch Zugangsrechte berücksichtigt werden. Um die zentrale Steuerung und Überwachung der Risiken von Auslagerungsvereinbarungen zu bündeln, soll jedes Institut, das Auslagerungen vornimmt, selbst einen zentralen Auslagerungsbeauftragten bestimmen. Das zentrale Auslagerungsmanagement, welches ein Institut abhängig von Art, Umfang und Komplexität der Auslagerungsaktivitäten einzurichten hat, dient der Unterstützung des Auslagerungsbeauftragten. Mit der MaRisk Novelle wurde nunmehr auch die Möglichkeit eingeräumt, ein zentrales Auslagerungsmanagement auf Gruppen- bzw. Verbundebene einzurichten.

    Einer der Bereiche, bei dem die Anpassung der MaRisk nun der Aufsichtspraxis der EZB folgt, betrifft die Regelungen zu Datenmanagement, Datenqualität und Aggregation von Risikodaten nach AT 4.3.4 MaRisk. Der zugrunde liegende BCBS 239 Standard richtet sich zwar in erster Linie an systemrelevante Institute, stellt es der zuständigen Aufsicht jedoch ausdrücklich frei, die Anforderungen unter Beachtung des Proportionalitätsprinzips auch an einen erweiterten Institutskreis zu stellen. Diesem Ansatz hat sich die BaFin angeschlossen und erwartet von den bedeutenden Instituten, dass sie ihre Datenqualität an die von der EZB gestellten Anforderungen anpassen.

    Für den Erfolg geschult – S+P Seminare MaRisk 7.0


    Was ändert sich mit den neuen MaRisk 7.0?

    Die neuen MaRisk-Anforderungen können für Banken eine Herausforderung darstellen. Um die Anforderungen zu erfüllen, müssen Banken ihre internen Prozesse und Systeme überarbeiten. Mit den MaRisk 7.0 sollen Regelungslücken und/oder Neuregelungen zu folgenden 5 Themen erfolgen:

    1. Vorgehen bei der Umsetzung der EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und -überwachung
    2. Direktinvestitionen in Immobilien
    3. Spezialfonds
    4. Geschäftsmodellanalyse
    5. Handel im Home-Office.

    EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und -überwachung

    Die Aufsicht plant eine zügigere Umsetzung durch eine stärkere Verwendung von Verweisen in den MaRisk auf die EBA-Leitlinien. Dieses Vorgehen soll bei der Umsetzung der EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und -überwachung Anwendung finden.

    Nationale Öffnungsklauseln und Erleichterungen sind für kleinere und mittlere Institute bei der Umsetzung der EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und -überwachung geplant. Damit soll dem Grundsatz der Proportionalität Rechnung getragen werden.

    Direktinvestitionen in Immobilien

    Die Berücksichtigung von Direktinvestitionen in Immobilien soll aufgrund der deutlich gestiegenen Bedeutung von Immobilieneigengeschäften mit den MaRisk 7.0 erfolgen.

    Die kreditprozessualen Anforderungen finden bei Immobilieneigengeschäften über Beteiligungen bereits Anwendung. Hier soll eine Klarstellung erfolgen, welche Regelungen der MaRisk (insbesondere BTO 1) für diese Immobilieneigengeschäfte über Beteiligungen gelten.

    Neben diesen Beteiligungsmodellen nutzen Institute zunehmend auch Direktinvestitionen. Für die ökonomisch ähnlich zu bewertenden Direktinvestitionen finden die Regelungen der MaRisk bislang keine Anwendung.

    Diese Regelungslücke soll über eine Berücksichtigung in einem neuen Abschnitt BTO 3 oder durch Ergänzungen des BTO 1 in den MaRisk 7.0 geschlossen werden.

    Geschäftsmodellanalyse

    Die Geschäftsmodellanalyse / die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells werden in den MaRisk bislang nicht explizit behandelt. Mit den MaRisk 7.0 sollen Klarstellungen mit dem Ziel vorgenommen werden, dass die Themen Gleichlauf von operativer Geschäftsplanung und Berichtswesen in den MaRisk verankert werden.

    Die Geschäftsmodellanalyse hat auch in der Aufsichtsarbeit hohe Bedeutung und stellt einen wichtigen Bestandteil in der SREP-Methodik dar.

    Spezialfonds: Same Counterpart – same risk.

    Die Bankenaufsicht hat folgende Lücken identifiziert:

    • Begrenzte Risikosteuerungsmöglichkeit von Spezialfonds
    • Fehlendes Auslagerungscontrolling in Zusammenhang mit Spezialfonds

    Derzeit besteht ein bankaufsichtlicher „blinder Fleck“ durch Ungleichbehandlung je nach Quelle des Geschäfts:

    • Kreditgeschäfte: marktunabhängiges Votum für Geschäfte oberhalb der Risikorelevanzgrenze erforderlich
    • Handelsgeschäfte – Direktanlagen: marktunabhängiges Votum für jedes Geschäft erforderlich
    • Handelsgeschäfte innerhalb von Spezialfonds: keine einzeladressenbezogenen kreditprozessualen Anforderungen, somit weder Risikoanalyse, noch marktunabhängiges Votum oder Kreditentscheidung derzeit erforderlich. Folglich besteht bei Spezialfonds die Gefahr der Aufsichtsarbitrage. Die derzeitige Handhabung wird als Umgehungstatbestand gewertet.

    Mit den MaRisk 7.0 soll eine grundlegende Verschärfung des Votierungsprozesses bei Spezialfonds erfolgen. Vereinfachungen sind nur noch möglich, sofern

    • Anlagen in Spezialfonds in Summe unterhalb von 5 % der Bilanzsumme liegen oder
    • die Einzelanlagen im Spezialfonds ausreichend granular sind.
    • Die ausgelagerten Dienstleistungen müssen vollständig den MaRisk-Anforderungen AT 9 an Auslagerungen entsprechen.

    Gut vorbereitet und fit für den geschäftlichen Erfolg – mit S+P Seminare MaRisk 7.0


    S+P Lounge: der Schlüssel zum Erfolg

    ❇️ Sofortige Weiterbildung

    Mit der S+P Lounge hast du sofort Zugang zu hochwertigen Lernmaterialien und kannst mit deiner Weiterbildung beginnen.

    ❇️  E-Learning als Warm Up für den Seminartag

    Lerne effektiv mit S+P Lounge – das E-Learning Warm Up. Das im Seminarpreis includierte E-Learning ist eine großartige Möglichkeit, sich auf das gebuchte Seminar vorzubereiten.

    ❇️ Hochwertiges Lernmaterial

    Du erhältst Zugang zu einer Vielzahl an hochwertigen Lernmaterialien, die dich bei deiner Weiterbildung unterstützen.

    ❇️ Einfacher Zugang

    Du kannst dich einfach und schnell in die S+P Lounge einloggen und sofort mit dem Lernen beginnen.

    Kontakt

    Newsletter